Die Windkraftmythen

Mythos 1

Windkraft ist sauber – sie nutzt der Umwelt und speziell dem Klima.

Fakt

Windindustrieanlagen sind, wie im Prinzip alle Industrieanlagen, unter diversen Aspekten umweltschädlich. Ihre Produktion ist energie- und materialintensiv, sie verbrauchen Flächen, sie verdichten und versiegeln Böden, sie gefährden und verdrängen die Fauna. Dem Klima nützen sie unterm Strich nicht.

Erneuerbare Energien in ihrer jetzigen Form tragen rein gar nichts zum Klimaschutz bei. Dabei absorbiert ihre hohe Subventionierung Ressourcen, die, an der richtigen Stelle eingesetzt, tatsächlich Gutes bewirken könnten. Insofern ist die gegenwärtige deutsche Erneuerbare-Energien-Politik Teil des Problems und nicht Teil der Lösung vieler globaler Umweltprobleme.

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Mythos 2

Das Opfern natürlicher Lebensräume und wertvoller Kulturlandschaften für den Ausbau der Windenergie ist unvermeidliche Notwendigkeit.

Fakt

Der forcierte Ausbau der Windenergie geht einzig und allein auf das Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG), also verdeckte Subventionen, zurück. Anlagenbetreiber erhalten fest definierte Vergütungen, die von der Allgemeinheit bezahlt werden. Kein privates Unternehmen würde sich sonst auf diese Investitionen einlassen. Besonders grotesk: die Vergütungssätze sind dort besonders hoch, wo die Standortbedingungen besonders schlecht sind. Je weniger Wind, desto höher die Subvention. Das EEG fördert krasse Misswirtschaft. Die Fehlanreize befördern Landschaftszerstörung und vernichten volkswirtschaftliche Werte.

Die gegenwärtige Förderung der Erneuerbaren Energien ist eindeutig aus dem Ruder gelaufen. Sie verschwendet Ressourcen, lähmt die technologische Entwicklung, hat unsoziale Verteilungseffekte und zerstört zu allem überfluss Natur und Landschaft. Insofern sind Windkraft und Photovoltaik in jetziger Form in dreifacher Hinsicht nicht nachhaltig.

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Mythos 3

Windkraft und Photovoltaik können kurz- bis mittelfristig Atom und Kohle ersetzen. Ihr möglichst schneller Ausbau muss daher oberste Priorität haben.

Fakt

Photovoltaik und Windindustrie sind, abgesehen von wenigen besonders bevorzugten Lagen, in Deutschland ein reines politisches Placebo – allerdings ohne nennenswerten Effekt, dafür mit starken negativen Nebenwirkungen.

Insofern mag es verwundern, dass der Beitrag dieser beiden erneuerbaren Energien zur Energieversorgung unseres Landes zusammen weniger als 2 Prozent beträgt. Im Jahr 2010 trug die Windkraft mit 0,9 und die Photovoltaik mit 0,3 % zur Deckung unseres Energiebedarfs bei.

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Mythos 4

Windindustrie nützt der regionalen Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze.

Fakt

Die Profite aus der subventionsgestützten Produktion gehen an die Grundbesitzer und die Betreiberfirmen. Sofern Kommunen an Wind‐„Parks“ partizipieren, nutzt das zwar dem Gemeindesäckel, geht aber zu Lasten all derer, die EEG‐Umlage zahlen müssen – auch den Bürgern und Unternehmern vor Ort. Dagegen werden andere Wirtschaftszweige, insbesondere der Tourismus, direkt geschädigt. Nachhaltige Beschäftigung ist mit subventionsgestützter Produktion nicht zu schaffen.

Hinsichtlich des Beitrags zur Energieversorgung ist es der von Branchenvertreten gern verschleierte Unterschied zwischen installierter Kapazität und tatsächlicher Produktion, der Windkraft und PV zu Scheinriesen macht. Hinsichtlich Beschäftigung und Wertschöpfung ist es die ebenso oft unterschlagene Diskrepanz zwischen Brutto- und Nettoeffekten. Jeder durch das EEG umverteilte Euro muss schließlich an anderer Stelle verdient werden, was eindeutig zu Lasten von Wertschöpfung und Beschäftigung in den nicht geförderten Branchen geht. Diese Entzugseffekte sind schwer zu beziffern, legen aber nahe, dass der Nettoeffekt der Förderung von Windkraft und PV auf Beschäftigung und Wertschöpfung für Deutschland insgesamt negativ ist.
  • Deutsche Windkraftanlagen erreichen weniger als 1.600 Volllastunden im Jahr.
  • Deutsche Photovoltaikanlagen kommen auf rund 900 Volllaststunden.
  • Das Jahr hat 8.760 Stunden.
  • Die 1600 und 900 Stunden können nicht addiert werden, da der Wind nicht ausschließlich nachts weht, sich die entsprechenden Stunden also nicht addieren. Diese Umstände sind nicht durch politische Planung zu ändern, sondern naturgesetzlich determiniert. Durch den Zubau von Windkraft- und PV-Kapazitäten werden konventionelle Kraftwerke also keineswegs entbehrlich. Im Gegenteil, in dem Maße wie der Ausbau der volatilen Erneuerbaren Energie zusätzliche Regelenergie erforderlich macht, müssen nun sogar neue Kraftwerke gebaut werden.

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    Mythos 5

    Regionale Energieautarkie ist erstrebenswert und ökologisch.

    Fakt

    Autarkiestreben ist das historisch erfolgreichste Verarmungsprogramm – man blicke nach Nordkorea. In der Energieproduktion autark werden zu wollen, ist schlicht absurd. Umweltfreundliche Energieerzeugungsstrukturen lassen sich nur im europäischen Verbund erreichen: Erneuerbare Energien müssen dort genutzt werden, wo sie relativ reichlich vorhanden sind – und mit den Technologien, die dafür am besten geeignet sind. Das kann nur der Wettbewerb sicherstellen. Deswegen brauchen wir endlich einen wirklichen europäischen Binnenmarkt für Energie. Denn das Grundprinzip wirtschaftlichen Wohlstands heißt „Handel und Spezialisierung“. Es sollte nicht abgeschafft, sondern stärker genutzt werden. Im übrigen haben Stadtwerke und Kommunen in der Energieproduktion gegenüber privaten Unternehmen keine Kompetenzvorsprünge.

    Eine ökologische Form der Energieversorgung muss die regenerativen Quellen dort nutzen, wo sie relativ reichlich vorhanden sind. Photovoltaik oder andere Formen der solaren Energiegewinnung muss dort stattfinden, wo die Sonne am längsten und intensivsten scheint. Windenergie muss dort genutzt werden, wo der Wind am kräftigsten und stetigsten weht. Tendenziell wird damit auch das Grundproblem der Erneuerbaren Energien – die Volatilität und fehlende Grundlastfähigkeit – gemildert.
    Ob und inwieweit dezentrale Lösungen nach Ausnutzung dieser relativen Vorteile eine sinnvolle Rolle spielen, kann nur der Markt entscheiden. Eigenversorgung um der Autarkie willen ist unvernünftig.

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    Mythos 6

    Die Atomkatastrophe von Fukushima gebietet drastische und schnelle Maßnahmen. Wer sich kritisch zur Energiewende äußert, ist Zyniker oder Ewiggestriger.

    Fakt

    Bei aller Dramatik und menschlichen Tragödie im Zusammenhang mit Fukushima – die Ereignisse entbinden uns nicht von der Pflicht zum kritisch-rationalen Denken. Kernkraft ist keine langfristig tragfähige Lösung. Aber „die“ Lösung schlechthin gibt es noch nicht – Windenergie, PV und Biomasse sind bislang nur Scheinlösungen. Die extreme Förderung dieser Scheinlösungen absorbiert die Ressourcen, die an anderer Stelle dringend benötigt werden: in der Energieforschung. Gleichzeitig kapselt sich Deutschland energiepolitisch von den europäischen Nachbarn ab – obwohl die immense Herausforderung des ökologischen Umbaus der Energieversorgung nur europäisch gestemmt werden kann. Der Weg weg von der Atomkraft ist grundsätzlich richtig – die Eile und Hektik, mit der er eingeschlagen wurde, sind unvernünftig. Angst ist ein schlechter Ratgeber.

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    Mythos 7

    Erneuerbare Energien sind zukunftsweisend, ihre Förderung nutzt der deutschen Volkswirtschaft. Die heutigen Subventionen sind die Grundlage zukünftiger Wettbewerbsvorteile.

    Fakt

    Die für unseren Wohlstand relevanten Unternehmen und Wirtschaftszweige kommen sämtlich ohne Förderung aus. Der These von zukünftigen Wettbewerbsvorteilen durch Subventionierung liegt die Unterstellung zugrunde, dass andere Länder unserem vermeintlich guten Beispiel folgen. Dabei ist die Grundidee, dass am deutschen Wesen die Welt genesen möge, mehr als überholt.

    Die heutigen Subventionen sind in keiner Weise geeignet, künftigen Wohlstand zu sichern. Im Gegenteil – sie hemmen die Innovationskraft und leiten die technologische Entwicklung auf falsche Fährten.

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    Mythos 8

    Der Mensch ist durch geltende Gesetze vor allen Gefahren hinreichend geschützt. Durch Windkraftanlagen droht keine Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit.

    Fakt

    Die Auswirkungen der Windkraftindustrie auf den Menschen sind bislang unzureichend medizinisch erforscht. Eine bislang oftmals bagatellisierte Gefahr geht vom sogenanntem Infraschall aus. Einschlägige gesetzliche Vorschriften variieren beträchtlich zwischen den einzelnen Bundesländern; der Schutz der menschlichen Gesundheit wird somit unterschiedlich ernst genommen. Bestehende Schallschutz- und Abstandsregeln sind nicht auf der Höhe der Zeit. Die optische Bedrängung wird in gegenwärtigen Planungen nicht adäquat berücksichtigt.

    In vielen Fallstudien zusammengetragene Symptome verdichten sich in einem Syndrom, dass durch Dr. Nina Pierpont (USA, 2009) als Wind-Turbine-Syndrome zusammengefasst wurde. Die regelmäßig zu findenden Symptome dieses Syndroms sind:
  • Schlafstörungen
  • Herz- und Kreislaufprobleme, Herzrasen, Bluthochdruck
  • Kopfschmerzen
  • Unruhe, Nervosität, Reizbarkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • rasche Ermüdung, verminderte Leistungsfähigkeit
  • Depressionen
  • Angstzustände
  • (Langzeit)Wirkung auf Kinder ???
  • …auf schwangere Frauen ???
  • …auf Menschen mit chronischen Erkrankungen ???

  • Um so erstaunlicher ist die penetrante Ignoranz verschiedener Ministerien und Windkraftorganisationen [i], die in verschleiernden und beruhigenden „Informationsschriften“ unisono die heute schon weltweit bekannten medizinischen Wirkungen dementieren.

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    Quellen

  • Vernuftkraft.de
  • [i] Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg: Windenergie und Infraschall, Tieffrequente Gerausche durch Windenergieanlagen, 2013